Montag, 5. Februar 2018

Milbenbekämpfung im Hühnerstall

Schonende Wege
Gerade bei einer dichten Belegung im Hühnerstall können Milben nicht allein die Hühner, sondern auch die Hühnerhalter strapazieren. Diese müssen immerhin auf die Gesundheit der Hühner und damit die Milbenbekämpfung achten. Wer die Eier für den eigenen Tisch verwendet, der wird noch gewissenhafter auf eine unschädliche Behandlung vom Hühnerstall und den Hühnern achten.

Milben an sich
Milben sind kleine spinnenartige Tierchen, die häufig so klein sind, dass man sie erst bei einem bereits explodierenden Bestand feststellt, dann ist es jedoch spät. Parasitäre Milben strapazieren ihre Wirtstiere und mindern dadurch auch deren Gesundheit oder Leistung. Je nach Milbenart kommen sie nur in der Nacht zum Saugen und lassen die Hühner über Tag in Ruhe. Die Milben verstecken sich in den Legenestern, unter den Sitzstangen in den Ritzen und einfach überall, wo sie Streu oder Ritzen vorfinden. Sie können häufig Monate ohne ihren Wirt überleben.
 
Sitzstangen
Mit den gängigen Präparaten wird meist nur ein Teil der erwachsenen Milben eliminiert. Selbst wenn diese komplett vernichtet wären, so würden ihre Eier noch schlüpfen. Deswegen ist bei einem Befall eine mehrfache Behandlung vom Hühnerstall oder den Hühnern notwendig. Über zwei Monate wäre die Behandlung also wöchentlich vor zu nehmen. Aber auch danach soll durch Stallhygiene vorgebeugt werden, da nur ein Rundgang oder ein landender Vogel in Stallnähe genügen können, damit die nächsten kleinen Parasiten wieder eingeschleppt werden.

Die typischen Milben im Hühnerstall
Rote Blutmilbe oder Rote Vogelmilbe
Diese Milbenart ist vor allem auf weißem Grund schnell zu erkennen, womit die Wände weiß gestrichen werden sollen. Die Milben kommen jedoch nur in der Nacht raus, womit der Hühnerhalter sie am Tag nicht finden wird. Diese Milben reagieren auf die Körperwärme der Hühner und werden also dann aktiv, wenn Hühner in der Nähe sind. Sie können mit ihren Stichen Krankheiten von einem Wirt zum nächsten übertragen. Weiterhin wird sich ein Befall schnell ausbreiten und die Hühner dadurch massiv schwächen. Weitere Details zur Roten Vogelmilbe findet man hier.
Die Federmilbe
Wirken die Federn der Hühner „angefressen“, so sollten sie auf Federmilben kontrolliert werden. Die Federmilben sitzen an den Federbalgen, die sich entzünden können, womit die Federn ausfallen. Die Hühner werden sich zumindest intensiv putzen und deswegen werden ihre Federn „angefressen“ wirken. Die Federmilben sind mit bloßem Auge nicht zu sehen und werden auf den Hühnern bekämpft. Es wird eine für die Hühner und Eier unbedenkliche Öl-Mixtur wie Neemöl gewählt, um die Hühner wöchentlich zu bestreichen. Der Stall soll ebenfalls gründlich gereinigt werden.
Federläuse
Von den Federläusen gibt es sechs Arten, sie gehören nicht zu den Milben, reagieren aber teils auf ähnliche Maßnahmen. Sie sind samt ihrer Eier und Nissen mit bloßem Auge sichtbar. Sie können gut mit unbedenklichen Sprays und Puder aus dem Handel bekämpft werden. Die Hühner leiden bei einem Befall unter starkem Juckreiz und es können schnell kahle Stellen auftreten. Weitere Details zu den Federläusen findet man hier.
Flöhe
Auch die von Hunden und Katzen bekannten Flöhe können Hühnern zu schaffen machen, sie gehören ebenfalls nicht zu den Milben sondern sind mit Läusen verwandt. Die Flöhe kommen nur zum Saugen und können damit im Stall und der Umgebung der Hühner sowie auf diesen bekämpft werden.
 
Vorbeugen
Die einfachste Bekämpfung von Parasiten im Hühnerstall ist die Hygiene. Regelmäßig soll die gesamte Streu, auch in den Legenestern, entfernt werden, um den Stall danach gründlich zu fegen. Es soll wirklich alles aus dem Stall raus. Die Sitzstange soll abnehmbar sein, um sie erst einzuweichen und dann zu schrubben. Wer zwei Sitzstangen hat, kann auch immer eine an einer versteckten Stelle im Regen liegen lassen.
 
Reinigung
Im Stall soll es möglichst wenig Ritzen und Verstecke geben. Wer diese doch findet, soll alle Ritzen versiegeln und die Verstecke entfernen. Die Rote Blutmilbe kann sich nicht gut auf eingeölten Flächen bewegen. Zur Sitzstange könnten die Halterungen also mit einfachem Pflanzenöl eingerieben werden.
 
Es kann auf alle Flächen ein Puder auf Silikatbasis aufgetragen werden, welches Silikatstaub oder Kieselgur heißt. Dieses Pulver ist scharfkantig, setzt sich auf den Milben ab und tötet diese. Die Hühner sind vorab natürlich aus dem Stall zu entfernen sowie ein Atemschutz angebracht ist. Dann wird die Stallflächen gepudert, alle Problemstellen wie Legenester, Sitzstange oder Ritzen werden intensiver eingepudert. Wenn das Kieselgur fein genug ist, kann es auch in Wasser gelöst und auf alle Flächen aufgesprüht werden. Dann kann die Streu wieder in den Stall.
 
Kieselgut
Pyrethrum wird aus Chrysanthemen gewonnen und ist ein natürliches Insektizid. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass nur der Stall, nicht aber die Hühner eingesprüht werden. Möglicherweise ist bis zur erneuten Stallbelegung eine Wartezeit einzuhalten. Weiterhin hilft den Hühnern ein Sandbad, da die Parasiten den Sand im Gefieder nicht mögen. Die Hühner sollen also selbst bei Regenwetter eine trockene Stelle mit einem Sandbad haben. Beim Einstreu kann auf Stroh verzichtet werden sowie keine staubenden Streumaterialien verwendet werden. Sand wäre hingegen ok. Wer hat, der kann das Laub von Walnussbäumen mit einstreuen. Es können auch Walnussblätter und Farn im Stall aufgehangen werden, um Parasiten fern zu halten.

Die Behandlung auf den Hühnern
Für die Behandlung auf den Hühnern kann eine einprozentige Lösung mit Neem Öl gewählt werden, um diese damit einzusprühen. Dieser Lösung kann sogar noch Kieselgur beigemischt werden. Auch Laurinsäure, die aus Kokosöl gewonnen wird, kann als Kriechöl auf den Hühnern angewendet werden, um die Atemwege der Milben zu verkleben. Das Öl wird teils als Decansäure betitelt und kann zusammen mit Neem Öl gemischt werden. Die Hühner können damit leicht bestrichen werden, das Öl wird von alleine einwirken.
 
Abschließend
Es gibt im Handel durchaus diverse Mittelchen, die im Hühnerstall oder auf den Hühnern verwendet werden können, um Parasiten fern zu halten oder zu bekämpfen. Hier soll sich der Hühnerhalter jedoch immer fragen, ob er das den Hühnern und auch sich zumuten möchte, wenn er wirklich die Chemiekeule schwingt. Der beste Weg gegen Parasitenbefall ist die regelmäßige Hygiene gepaart mit Vorbeugung sowie die genaue Beobachtung der Hühner. Ein schwacher Befall lässt sich immerhin leichter beheben, als wenn die Hühner schon auf 10 Meter Entfernung krank wirken.

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Die Einrichtung im Hühnerstall

Komfort und Sicherheit
Bei der Einrichtung von einem Hühnerstall kommt es auf die Details an. Es soll für die Hühner und auch Halter zum einen komfortabel sein, zum anderen muss der Hühnerstall schützen. Im Hühnerstall soll es trocken und windgeschützt sein sowie Marder, Füchse und andere Räuber draußen bleiben müssen. Zugleich soll der Halter den Hühnerstall schnell reinigen oder das Futter und Wasser geben können. Im Hühnerstall gibt es dabei immer Kernelemente wie die Legenester, die Futterstelle, die Sitzstange oder die Fläche mit Streu, wo die Hühner scharren können. Ein wichtiges Kernelement sind die Fenster, da es im Hühnerstall über Tag hell sein soll. Außerdem muss die Fläche für die Hühner genügen (Details zu Boden und Scharrfläche hier). Je nach Größe und Rasse der Hühner wird mehr oder weniger Raum benötigt. Vier Hühner auf einen m² kann bereits zu viel sein sowie die Hühner bei so wenig Platz auch einen Auslauf brauchen.

Einrichtung im Hühnerstall
Einrichtung im Hühnerstall
Sitzstangen
Für die Sitzstangen kann ein gehobeltes, vier bis sechs cm breites Vierkantholz gewählt werden, wo die Kanten noch abgerundet werden. Dieses Vierkantholz soll aus witterungsbeständigem Holz sein, man soll es zugleich schnell raus nehmen können, um es einzuweichen und zu reinigen. Es können mehrere Sitzstangen nebeneinander angebracht werden, der Abstand von Stange zu Stange kann mit rund 40 cm bemessen werden. Die Sitzstangen sollen alle gleich hoch sein.
Unter den Sitzstangen kann eine sogenannte Kotgrube eingerichtet werden. Hier können günstige Terrassendielen zu einem Kasten zusammen montiert werden, um diesen von oben mit einem stabilen Drahtzaun abzugrenzen. In dem Holzkasten können auch Verstrebungen den Zaun stabilisieren, da die Hühner gewiss über diese laufen wollen. Wenn man Küken hat, sollen diese natürlich in einem abgetrennten Bereich groß gezogen werden oder die Kotgrube müsste zu den Seiten Öffnungen haben, damit die rein fallenden Küken raus können. 
Mit der Kotgrube bleibt es im Hühnerstall sauberer, da die Streu beim Scharren nicht rein und wieder raus gescharrt wird. Es kann natürlich auch ein Bereich für die Sitzstangen gewählt werden, wo einfach keine Streu liegt. Häufig wird einfach mit Kotbrettern gearbeitet. Hier wird der Kot aufgefangen und kann mit passenden Arbeitswerkzeugen wie einer Schaufel regelmäßig entfernt werden. Unter den Kotbrettern kann dann der Bereich zum Scharren sein, wenn der Kot wirklich nicht am Kotbrett vorbei kommt. Dieses soll schräg angebracht werden, damit der Kot nur in eine Auffangecke runter könnte, nicht aber in andere Bereiche vom Hühnerstall.

Legenester
An einer ruhigen Stelle und von den lichtflutenden Fenstern abgewendet soll es für die Hennen Legenester geben. Wegen der Hygiene und zum leichten entnehmen der Eier sollen diese vom Boden abgehoben werden. Die Hühner müssen die Nester allerdings erreichen können. Ob es einen Steg, eine Anflugstange oder sonstige Möglichkeit gibt, sei dahin gestellt. Die Nester sollen zu drei Seiten und auch nach oben geschlossen sein. Es kann sich um Gemeinschaftsnester mit einem m² für viele Hühner handeln, die zugleich mehrere Etagen haben. Es können auch Einzelnester für wenige Hühner sein, die ebenfalls mehrstöckig angelegt werden können. Weiterhin gibt es Abrollnester mit schrägem Boden, wo die Eier einfach zum Entnehmen raus rollen.
 
Legenester
Legenester
Viele Hühnerhalter haben die Nester so angebracht, dass sie von außen vom Hühnerstall nur die Klappe heben und die Eier entnehmen können. In jedem Fall wäre darauf zu achten, dass man möglichst von außen oder vom Gang die Eier entnehmen kann oder die Nester zumindest gut erreicht.

Futterplatz
Geeignete Grünabfälle oder ein paar Körner können immer gut in den Freilauf oder auch in den Scharrraum der Hühner geworfen werden. Sie brauchen aber gerade im Winter unbedingt auch ihre Fütterung und das ganze Jahr über die Wasserstelle. Die Futterstelle soll sich etwas vom Boden abheben, damit kein Schmutz in das Futter oder Wasser gelangt. Weiterhin müssen mehrere Hühner gleichzeitig fressen und trinken können. Wer mehr Hühner hat, braucht also eine größere Futterstelle.
Es gibt Futterautomaten, die automatisch Futter abgeben, Futtersilos, in denen das Futter nach rutscht oder auch Futtertröge, die laufend wieder aufgefüllt werden. Auch bei den Tränken gibt es große Unterschiede. Es gibt solche, die laufend aufgefüllt werden und andere, die an den Wasseranschluss angeschlossen werden können. Das Wasser soll zumindest dann regelmäßig gewechselt werden, wenn es ansonsten abgestanden ist. Auch bei den Futtertrögen kommt es auf die Hygiene und zugleich auf das richtige Futter an. Weiterhin sollen für Bart- und Haubenhühner spezielle Futter- und Wassertröge erstanden werden, sowie das Futter nicht stauben darf. Hier findet man Details zum Hühnerfutter.

Scharrbereich
Hühner scharren gerne und brauchen deswegen einen Bereich, in dem sie das können. Es soll ein Einstreu verwendet werden, das möglichst wenig staubt. Es gehen Strohhäcksel, Sägespäne, Hobelspäne, Torfmull oder spezielles Einstreu für Hühnerställe. Es kann regelmäßig etwas Körnerfutter in den Scharrraum geworfen werden, damit die Hühner eifriger scharren. Gelegentlich muss das Einstreu gewechselt werden. Zur Parasitenabwehr kann direkt der ganze Stall gründlich gereinigt werden.

Das Sandbad
Für die Hühner ist das Sandbad sehr wichtig, da sie mit dem Sand Parasiten bekämpfen können. Es könnte glatt ein Sandkasten, wie er für Kleinkinder üblich ist und auf Balkonen aufgebaut werden kann, verwendet werden. Die Kiste muss mindestens 50 x 50 cm groß sein, bei vielen Hühnern entsprechend größer. Sie soll nicht höher als 20 cm sein und muss natürlich mit geeignetem Sand mit knapp 10 cm Höhe gefüllt werden.

Die Hühnerklappe
Der Hühnerstall ist für den Marder, einen Fuchs oder ein anderes Raubtier natürlich der Volltreffer, weswegen der Stall solide sein muss. Die Wände müssen robust sein, sowie der Hühnerstall nicht untertunnelbar sein darf. Es darf also nicht an einer Stelle im Hühnerstall der undurchlässige Boden fehlen. Wenn ein Fuchs sich durch wühlen will, muss er durch einen geschlossenen Boden dennoch abgehalten werden. Der Marder darf aber auch nicht über das Dach oder ein Lüftungsfenster in den Hühnerstall gelangen können.
Das alles wäre aber vollkommen unwichtig, wenn die Hühnerklappe nicht solide ist. Die Hühner wollen immerhin über Tag raus und über Nacht wieder rein. Damit hat praktisch jeder übliche Hühnerstall an einer Stelle ein Loch in der Seitenwand. Von diesem Loch führt ein Steg runter, da man meistens nicht ebenerdig arbeiten kann. Hier kann eine solide Hühnerklappe montiert und manuell bedient werden. Es gibt aber wie bei den Futter- und Wassertrögen auch einige automatisierte Geräte, die anhand der getätigten Einstellungen arbeiten. Auch hier gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten, nicht an jedem Hühnerstall liegt Strom, womit eine Solarzelle eine Batterie speisen könnte.
Hätte ein Fuchs, Marder oder sonstiger Räuber die Möglichkeit, in den Hühnerstall zu gelangen, bliebe es nur eine Frage der Zeit, bis alle Hühner tot wären. Die Räuber verfallen im Hühnerstall in eine Art Blutrausch und beißen einfach alle Hühner tot, auch wenn sie nur eines fressen wollen.

Abschließend
Die Hühner müssen nicht nur für ihre Größe und Anzahl genug Fläche finden. Auch die Legenester, Hühnerklappen, das Sandbad, die Höhe der Sitzstangen und andere Details wären auf die Hühnergröße oder den Charakter und die Eigenschaften der gewählten Hühnerrasse abzupassen.

Montag, 5. September 2016

Zusammenführen zweier Hähne

Ob nun Fuchs oder Marder, einer von beiden hat sich 3 meiner Hühner von der Weide geholt. Nun musste ich schnell die verbleibenden Hühner in den sicheren Hühnerstall zu einer anderen Hühnergruppe umsiedeln. In beiden Gruppen gibt es aber je einen Hahn. Die Chance das ein Zusammenführen zweier Hähne von Erfolg gekrönt ist, beträgt 50/50. Entweder unterliegt schnell einer der beiden Kontrahenten beim Kampf und beide akzeptieren sich fortan oder sie bekämpfen sich ständig, manchmal bis zum Tod. In diesem Fall ging aber alles gut aus.

Zusammenführen zweier Hähne
Zusammenführen zweier Hähne (Marans und Sussex)
Ich hatte zuerst die beiden Hühnergruppen mit einem Zaun getrennt aneinander gewöhnt. Anfangs haben sich beide Hähne sehr aufgeregt und sich auch durch den Zaun attackiert, dann aber auch schnell das Interesse aneinander verloren. Nachdem ich dann den Trennzaun entfernt hatte, gab es einen kurzen aber heftigen Kampf mit einer leichten Verletzung am Kehllappen. Gott sei Dank gehen sich die beiden Hähne seit dem aus dem Weg und akzeptieren sich gegenseitig. Ich konnte keine  weiteren Auseinandersetzungen beobachten.

Dienstag, 28. Juni 2016

Ich bin Kükenvater geworden

Erst zwei Tage alt und schon so fit wie ein Turnschuh. Man kann sehr schön den Eizahn an der Schnabelspitze sehen, der beim Schlüpfen zum Öffnen der Eierschale dient.
Hühnerküken 2 Tage alt
Hühnerküken (Naturbrut)

Dienstag, 22. März 2016

Fernsehbeitrag

Das Fernsehen hat mich am 15. März 2016 einen halben Tag lang begleitet und war bei der ersten Hühnervermietung mit dabei. Wer möchte kann sich den Beitrag in der Mediathek von Radio Bremen TV anschauen.

http://www.radiobremen.de/gesellschaft/themen/huhn-mieten100.html
Radio Bremen 24.03.2015

Montag, 15. Februar 2016

Pressemitteilung

Letzte Woche war ein nette junge Frau von der Zeitung da und hier ist der Bericht:

Weser Kurier 13.02.2016

Dienstag, 19. Januar 2016

Hühner im Winter - kalte Füße sind tabu

Eigentlich kommen Hühner besser mit Kälte als mit Wärme klar aber bei Minusgraden und Schnee kann es jedoch problematisch werden. Jetzt sind wir als Halter gefragt, das Richtige zu tun. Das wichtigste vor weg, kalte Füße sind für Hühner tabu! Zu groß ist die Gefahr einer Erkältung oder sogar von Erfrierungen.

Bei Frost bleiben meine Hühner im Stall, ausgenommen in der Mittagsonne lasse ich sie für ein bis zwei Stunden in die überdachte Voliere. In den verschneiten Auslauf wollen meine Hühner sowieso nicht.

Hühner im Winter in der Mittagssonne
Hühner im Winter in der Mittagssonne
Im Hühnerstall sollten im Vorfeld alle Ritzen gut abgedichtet sein, damit es nicht zieht. Wenn dann der Frost kommt, sollte die Einstreu mit viel Stroh ergänzt werden, damit die Hühner keine kalten Füße bekommen. Ruhig mal kontrollieren, ob die Füße auch schön warm sind.

Bei mir gefriert das Trinkwasser auch bei minus 10 Grad Außentemperatur nicht. Andernfalls gibt es für wenig Geld Wärmeplatten die das Einfrieren verhindern, denn es ist wichtig, das ständig Trinkwasser zur Verfügung steht. Eventuell ist es sinnvoll, einen Vitaminzusatz mit ins Trinkwasser zu geben. Übrigens, eine gute und ausgewogene Ernährung mit ausreichend Grünfutter ist jetzt wichtiger denn je.

Was tun bei Hühnerschnupfen
Nachdem ich von geriebenen Zwiebel bis zur Verabreichung von Antibiotika so ziemlich alle Tipps aus dem Internet erfolglos ausprobiert hatte, bekam ich auf einer Geflügelausstellung den entscheidenden Tipp. Es unterhielten sich ein paar Züchter über Hühnerschnupfen, auf mein Nachfragen waren sich alle einig: Wick Vaporub. Und tatsächlich, einfach die niesenden Hühner 1-2 mal täglich den Kehllappen damit einreiben. Übrigens sollte man einen Hühnerschnupfen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Anders als bei Menschen leiden die Tiere sehr darunter und ein sowieso geschwächtes Huhn kann sogar daran zugrunde gehen. Ich habe es leider so erlebt.

Was tun bei Augenentzündung
Meist geht mit dem Hühnerschnupfen auch eine Augenentzündung einher. Das sieht nicht nur schlimm aus, schlimmstenfalls kann das Auge bei Nichtbehandlung sogar erblinden. Dazu kommt, dass die anderen Hühner anfangen das erkrankte Auge zu picken. Der Tierarzt hat mir zuerst Cepemycin Augensalbe verschrieben, der Erfolg blieb leider aus, dann Posifenicol Augensalbe und siehe da, die hat bereits nach der ersten Anwendung geholfen. Nach nur drei Tagen, einmal täglich die Salbe richtig auf den Augapfel gegeben, war das Auge vollkommen verheilt.

Freitag, 15. Januar 2016

Ach du dickes Ei - 95g

Heute Morgen habe ich dieses besonders große Ei gefunden: 95g. Gelegt von meiner Königsberger Henne, die legt sowieso große Eier aber dieses ist rekordverdächtig.

Daneben ein normal großes Ei
Ei bringt 95g auf die Waage
Immer schön Munter bleiben, euer Hühneronkel aus Borstel

Freitag, 8. Januar 2016

Ich mach das!

Eine tierisch gute Idee ...


Ich freue mich auf eure "Gefällt mir"-Angabe: https://www.facebook.com/mieteeinhuhn/

Immer schön munter bleiben, euer Hühneronkel aus Borstel.

Mittwoch, 6. Januar 2016

Schnee

Huch, was ist das denn? Igitt Schnee. Da bekommt man ja kalte Füße!
 
Der erste Schnee 2016
 
Der erste Schnee 2016


Montag, 4. Januar 2016

Bunte Mischung

Buntgemischt und super lecker, unsere Bio-Eier von glücklichen Hühner aus Borstel. Und Ostern entfällt das Eierfärben!

Bunte Mischung

Freitag, 23. Oktober 2015

Bovan

Rasse: Bovan (Schwarze Legehenne)
Herkunft: Hybrid
Wesen: mutig und neugierig, sehr angenehmes Wesen
Eier: hellbraun - 65g - 290 Stück/Jahr
Besonderheit: Eine Kreuzung der Hühnerrassen New Hampsihre und Australorp, lassen sich selbst nachziehen. Deutlich mehr Fleischansatz als andere Hybriden.

Bovan (Schwarze Legehenne)
Bovan (Schwarze Legehenne)

Bovan (Schwarze Legehenne)
Bovan (Schwarze Legehenne)
Ich kann diese Rasse sehr empfehlen, ich habe noch keine negative Eigenschaft entdecken können. Die Henne hält sich gerne in der Nähe vom Hahn auf und ist immer da wo was los ist, dabei aber nie aufdringlich. Dazu kommt die gute Legeleistung, ähnlich wie bei den Lohmann Brown Hennen. Was will man mehr?
 
Immer schön munter bleiben, euer Hühneronkel

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Araucana

Rasse: Araucana
Herkunft: Südamerika
Wesen: scheu, vorsichtig und zurückhaltend aber richtig schnell
Eier: türkis - 50g - 180 Stück/Jahr
Besonderheit: schwanzlos, Federquasten anstelle der Kehllappen, legt grüne Eier

Arauraner Henne wildfarbig
Arauraner Henne wildfarbig

Arauraner Henne wildfarbig
In meiner Herde steht die Araucaner Henne in der Rangordnung leider ganz unten. Das gleicht sie aber locker durch ihre Beweglichkeit wieder aus und entkommt so schnell und geschickt  fast jeder Attacke. Nachts findet sie auf der Sitzstange eng an den Hahn gekuschelt Schutz. Ein possierliches Tierchen, ohne Schwanz aber dafür mit Bart! Ein echter Hingucker sind auch die grün bis bläulichen Eier, eben in jeder Hinsicht etwas besonderes.

Immer schön munter bleiben, euer Hühneronkel.

Montag, 19. Oktober 2015

Neue Hühner im Stall

Nachdem ich endlich den Hühnerauslauf fertiggestellt und im Stall die Sitzstange verlängert hatte, war es endlich soweit. Ein Sussex Hahn und 9 weitere Legehennen konnten bei uns einziehen:
1 Sussex, 2 Grünler, 1 Bovan, 1 Blausperber, 2 schwarze Marans und 2 Lohmann Brown. Jetzt haben wir eine wirklich schöne buntgemischte Gruppe mit insgesamt 14 Hühnern.

Gemischte Hühnergruppe im Auslauf
Gemischte Hühnergruppe im Auslauf
Gemischte Hühnergruppe im Auslauf
Gemischte Hühnergruppe im Auslauf

Sussex Hahn
Sussex Hahn
 


Mittwoch, 19. August 2015

Das Kotbrett

Bei der Inneneinrichtung des Hühnerstalls hatte ich mich von Anfang an für den Einbau eines Kotbretts entschieden. Da die Hühner den meisten Kot über Nacht absetzen, wenn Sie auf der Sitzstange ruhen, hatte ich das Brett auf den Boden direkt unter die Sitzstange gelegt und mit einer Konstruktion aus Holzrahmen und Gitter abgedeckt. Als mein Nachbar (der nette Landwirt von nebenan) sich meinen Stall angeschaut hat, meinte er nur: „So geht das nicht, das scheißen sie dir dicht“. Und genau so kam es dann auch, kein Wunder denn ich hatte als Gitter einen Kückendraht verwendet, der einfach zu engmaschig ist. Also noch mal nachbessern und jetzt aber richtig.


Das Brett (übrigens bestehen aus beschichtete Spanplatten) habe ich jetzt in einer Höhe von 90 cm angebracht, damit ich mich nicht mehr zum Reinigen bücken muss. Den Kückendraht habe ich durch ein Estrichgitter ersetzt (bekommt man ganz billig im Baumarkt für 3,50€/Stück). Und den Holzrahmen habe ich mit Scharnieren an der Wand verschraubt (reiner Luxus). So gefällt mir das, der gewonnene Raum unter dem Kotbrett kann jetzt von den Hühner zum Scharren genutzt werden, die Hühner kommen nicht mit dem Kot in Berührung, die Einstreu im Stall bleibt wesentlich sauberer und die Intervalle für das Ausmisten des gesamten Stalls verlängern sich somit wesentlich. Ich reinige das Brett 1-2mal pro Woche (je öfter desto weniger Fliegen im Stall) und streue ab und zu mal etwas Kieselgur mit ein, um dem Ungezieferbefall vorzubeugen.

Immer schön munter bleiben, euer Hühneronkel.

Dienstag, 18. August 2015

Die Legebox / Legenest

Ich hatte ein ausgedientes Schrankregal für die Legenester verwendet, aber leider wurden diese von meinen Hennen nicht angenommen. Also raus damit und ruck zuck eine Legebox aus alten Holzresten gebaut. Erst einmal als Gemeinschaftsbox, denn Trennwände kann man ja immer noch nachträglich einsetzen, sollte meine Damen doch getrennte Gemächer vorziehen. Die Entnahme der Eier kann von außen durch zwei Klappen stattfinden - praktisch. Nach der Inbetriebnahme lag bereits am ersten Tag ein Ei im Nest - na geht doch.


Immer schön munter bleiben, euer Hühneronkel.

Samstag, 8. August 2015

Hühner beim Freilauf im Garten

Es ist ein Traum für Hühner nach Herzenslust im Freien herumzulaufen und dabei nach Pflanzen und Insekten zu suchen, zu scharren oder ein Sandbad zu nehmen. Und mir macht es viel Freude ihnen dabei zuzusehen. Es ist total entspannend, ähnlich wie beim Anschauen eines Aquariums oder eines Kaminfeuers.

Zurzeit halte ich meine Hühner in einem Stall mit direkt angeschlossener freizugänglicher Volliere. Demnächst werde ich einen fest eingezäunten Freilauf einzurichten. Doch bis dahin lasse ich die Hühner ab und zu frei in unserem Garten herumlaufen. Das klappt ganz prima. Meine Ängste, die Hühner nicht wieder in den Stall zubekommen, waren völlig unbegründet. Ich gehe einfach in den Hühnerstall und fülle mit viel Getöse die Futtertröge auf und lasse meinen „borg borg borg“ Ruf erklingen und schon kommen die ersten 1 oder 2 neugierigen Kandidaten in den Stall und dann kommt auch schnell der Rest der Gruppe hinterher. Außerdem habe ich den Vorteil, das bereits zwei von meinen Hühner völlig handzahm sind, so kann also einfach hingehen, ein Huhn vom Rasen pflücken und es in den Stall bringen, sobald das die anderen mitbekommen laufen sie alle hinterher.

Wie ich meine Hühner sehr schnell handzahm bekommen habe, verrate ich euch in einem nächsten Video.

Immer schön munter bleiben, euer Hühneronkel.

Dienstag, 14. Juli 2015

Sprüche und Redewendungen rund ums Huhn

  • Was war zuerst da: die Henne oder das Ei? (Scherzfrage nach der Entstehung des Lebens)
  • Ein armes, blindes, krankes, dummes, verrücktes Huhn (Harmlose Schelte)
  • Mit den Hühnern zu Bett gehen (Zeitig schlafen gehen)
  • Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn (Auch ein erfolgloser Mensch kann durch Zufall Erfolg haben)
  • Grüße die Hühner (Scherzhafte Verabschiedung)
  • Hahn im Korb sein (als einziger Mann Mittelpunkt im Kreis von Frauen sein)
  • Herumlaufen  wie aufgescheuchte Hühner (Planlos herumlaufen um etwas zu suchen)
  • Er sieht aus wie ein krankes Hühnchen (Kümmerlich und kränklich aussehen)
  • Mit jemandem ein Hühnchen zu rupfen haben (Noch etwas mit jemanden auszutragen haben)
  • Wie die Hühner auf der Stange (Mehrere Personen nebeneinander)
  • Da lachen ja alle Hühner (Das ist ja lächerlich)
  • Eine Eier legende Wollmilchsau (Etwas mit viel verschiedenen Fähigkeiten, das viele Wünsche auf einmal erfüllt)
  • Ungelegte Eier (Dinge, über die man sich Gedanken macht, bevor dies überhaupt notwendig ist)

Scherzhafte Sprüche
Wenn der Hahn kräht auf dem Mist,
ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist
Wären die Eier eckig, ging es den Hühner dreckig
Dreht der Hahn sich auf dem Grill, macht das Wetter, was es will.

Songtext
Ich wollt', ich wär' ein Huhn,
ich hätt' nicht viel zu tun,
ich legte täglich nur ein Ei und sonntags auch mal zwei.